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Manipulation des Goldpreises
Autor: Daniel Schaad - stockreport.de
Datum: 24.10.2008
Kategorie: Gold & Co
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Dass es beim Goldpreis nicht immer mit rechten Dingen zugehen kann möchten wir Ihnen heute anhand eines Beispiels verdeutlichen. Es deutet alles darauf hin, dass der Goldpreis von oberster Stelle – der FED und anderen Notenbanken – künstlich unten gehalten wird.

Als der Goldpreis im März diesen Jahres zum ersten Mal über die 1.000 $ Marke anstieg konnte man ein seltsames Schauspiel beobachten. Innerhalb weniger Minuten gab der Preis für eine Unze um mehr als 20$ nach und auch am Folgetag rote Vorzeichen. Auch Platin und Palladium erfasste es. Bei solchen historischen Höchstständen liegen natürlich Gewinnmitnahmen nahe, und verärgerte Spekulanten sind schnell bei der Hand, die Notenbanken zum Sündenbock für ihre Kursverluste zu machen. Dennoch gerät die FED hier als Manipulator in den Blickpunkt. Denn gerade in diesen krisenhaften Zeiten spricht einiges für eine Intervention zumindest der amerikanischen Notenbank, deren Goldreserven ein Vielfaches des weltweiten Jahresverbrauchs betragen.

Warum manipuliert die FED den Goldpreis?
Der Goldpreis ist wahrscheinlich der deutlichste Krisenindikator und vor allem das Geld, was die Wahrheit spricht. Geht der Goldpreis stark nach oben, ist dies eigentlich kein Preisanstieg des Goldes, sondern ein Zeichen dafür, dass andere Werte stark fallen bzw. das Vertrauen in das jetzige Papiergeldsystem schwindet. Daher arbeitet man an oberster Stelle koordiniert und gezielt daran, dass der Goldpreis sich nur in gewissen Bahnen bewegt. Also versuchen die Notenbanken, den Goldpreis künstlich nach unten zu drücken, um somit die Bevölkerung im Glauben zu lassen das Papiergeld sei weiterhin sicher…

In diesem Zusammenhang könnte auch der hohe symbolische Charakter der runden Marke eine Rolle spielen. Ein Preis von $1.000 für die Krisenwährung Nummer eins könnte in der Öffentlichkeit geradezu als Fanal der Krise aufgefasst werden. Und das gefällt den Notenbanken, die ja immer so fleißig Scheinchen drucken überhaupt nicht.

Zudem trägt ein rückläufiger Goldpreis zu sinkenden Zinsen bei. Er macht Gold im Vergleich zu den konkurrierenden festverzinslichen Anlagen weniger attraktiv, was die Liquidität in diesen Märkten erhöht und dem krisenhaften Zinsanstieg entgegenwirkt.

Ein fallender Goldpreis kommt somit direkt dem US-Dollar zu Gute. Noch immer ist der Dollar neben Gold für ausländische Notenbanken die Reservewährung Nummer eins. Die USA können ihr Doppeldefizit leichter finanzieren, wenn ausländische Zentralbanken keine attraktive Alternative zum Dollar haben.

Wie die Kursentwicklung zeigt, ist den bisherigen Interventionen seit 1993 nur begrenzter Erfolg zuzuweisen – Spekulanten dürfen also weiter auf steigende Edelmetallpreise setzen. Das Wissen, dass von interessierter Seite jederzeit Störfeuer kommen kann, kann dabei nicht schaden.

Auch heute, am 23.10.08 sehen wir seltsame Kursbewegungen!
Mit der Erholung der US-Währung ist das Edelmetall unter die Räder gekommen. Dabei hat das Tempo des Absturzes in den letzten Handelstagen deutlich zugenommen. Mit knapp $710 je Feinunze (31,1 Gramm kostet Gold nun so wenig wie zuletzt im Juli 2007. Um Punkt 15:30 Uhr (USBörseneröffnung) schnellte der Goldpreis innerhalb weniger Minuten wieder von $705 auf $730. Im März war es auf das Allzeithoch von $1.030 gestiegen. Der fallende Goldpreis wird in den Medien mit den weltweiten Rezessionsängsten begründet. Welch ein Schwachsinn!

Vor wenigen Wochen wurde Gold noch als Krisenwährung schlechthin gepriesen, und die
physische Nachfrage bei den Münzhändlern und am Bankschalter ist nach wie vor weitaus höher als das Angebot. Wie kann es also sein, dass der Preis fält?! Die Notenbanken wissen warum…

Auch die Preise anderer Rohstoffe sind erneut abgerutscht. So kostete gestern eine Unze Platin weniger als 800 Dollar; dies war zuletzt Mitte 2004 der Fall. Es fehlt nicht mehr viel, und die Edelmetalle könnten erstmals nach vielen Jahren wieder gleich viel kosten. In den letzten Jahren lag der Platinpreis stets ungefähr doppelt so hoch wie der Goldpreis.

Die Goldpreisdrückung durch Notenbankverkäufe
Entgegen jeglicher kaufmännischer Grundsätze kündigen die Notenbanken solche Goldverkäufe aus ihren großen Reserven in den Medien rechtzeitig vorher an. In der Folge fällt der Goldpreis sofort deutlich und sie erlösen für ihren Schatz deutlich weniger. Damit will man den Leuten vorgaukeln, dass das Papiergeld doch sicher sei. So kann man nur mit fremdem Eigentum umgehen und macht dies wohl nur, wenn man andere Ziele – die Goldpreisdrückung – verfolgt. Auffällig ist dabei, dass nur der Verkäufer und die Menge verkündet wird, aber nie, wer kauft. Der Verdacht liegt nahe, dass das Gold still und heimlich von einer Notenbank zur anderen weitergereicht wird.

Goldpreisdrückung durch Goldverleihungen
Eine weitere Methode zur Goldpreisdrückung ist die Verleihung von Gold. Alle großen Notenbanken verleihen Gold an Firmen wie Geschäftsbanken, Hedgefonds und ähnliche. Die Deutsche Bundesbank verleiht leider auch Gold und versteckt dies mit einer eigentlich betrügerischen Methode: Sie weist in der Bilanz einen Buchungsposten "Gold und Goldforderungen" aus. Keine börsennotierte Gesellschaft würde mit diesem Trick durchkommen. Leider offenbart kaum eine Notenbank die Höhe der Goldverleihungen. Nur die Schweizer Notenbank hat angegeben, dass sie mit Stichtag zum 31.12.2007 ca. 12,2% Ihrer Reserven verliehen hat. Bei einem Goldbestand von 1.145 t sind das knapp 145 t. Die Notenbanken bekommen dafür den lukrativen Zins von 1%! Was machen nun die Firmen, die diese vielen Tonnen Gold leihen? Sie halsen sich folgende Verpflichtung auf: Erstens den zu zahlenden Zins von 1%, und zweitens die sichere Lagerung des Goldes. Warum sollte also eine gewinnorientierte Firmen, die ihren Eignern Rechenschaft schuldet, sich nur Kosten und Verantwortung aufhalsen? Richtig, dafür gibt es keinen Grund! Wahrscheinlich verfolgen diese Firmen wirtschaftliche Ziele und schmelzen das Gold ein und verkaufen es. Der erlöste Betrag wird investiert oder gewinnbringend angelegt. Sie gehen davon aus, dass der Goldpreis weiter tief ist und bleibt, so dass sie später, wenn der Tag der Rückgabe kommt, das Gold wieder günstig erwerben und den Verleihern zurück geben können.

Dass ein deutlich "erhöhtes" Angebot den Goldpreis drückt, ist eine grundlegende
marktwirtschaftliche Tatsache. Und jetzt kommt das eigentlich verrückte ins Spiel: Das Angebot hat sich durch die Ausleihung des Goldes verdoppelt. Denn einerseits haben die Firmen das Gold tatsächlich auf den Markt geworfen und andererseits weisen es die Notenbanken gleichzeitig noch als Goldforderung und damit als "Besitz" aus. Anzunehmen ist, dass die Notenbanken ihr Gold nie wieder sehen und somit große Milliardenbeträgen – Eigentum der Bürger - unwiderruflich verloren haben.

Offener Protest gegen die Preismanipulation beim Gold
Bruno Bandulet schreibt auf seiner Website zur Goldmanipulation: Im Februar 2002 hat die amerikanische Organisation GATA (Gold Anti Trust Action Committee) beim Bezirksgericht Boston eine Klage gegen das US Schatzamt, die US-Notenbank und verschiedene Grossbanken eingereicht. Der Vorwurf: Die US-Regierung habe sich seit 1994 mit führenden Banken darauf verschworen, den Goldpreis künstlich niedrig zu halten. Den Banken geht es dabei um immense Gewinne, während die US-Regierung der ganzen Welt einen starken US-Dollar vorgaukeln will, der längst nicht mehr existiert. Die GATA-Klageschrift macht unter anderem geltend, dass in den Jahren zwischen 1998 und 2001 die Nachfrage nach Gold deutlich größer war als die jährlichen Fördermengen, was automatisch zu einem höheren Goldpreis hätte führen müssen. Doch das ist nicht geschehen. Der zu niedrige Goldpreis schwächt nicht zuletzt jene afrikanischen Nationen, in denen im großen Stil Gold gefördert wird. Deshalb begründete die GATA ihren Entschluss zur Klage mit "Schäden, die durch Manipulation des Goldmarktes entstanden sind". Am 26. März wies das Bezirksgericht in Bosten die Klage mit der Begründung ab, die Kläger könnten keine persönlich erlittenen Schäden geltend machen. Dank diesem Kunstgriff musste das Gericht zur brisanten Beweisführung in der Klageschrift keine Stellung beziehen, deutete jedoch an, dass ein berechtigter Kläger, beispielsweise eine Goldmine, bessere Chancen hätte.

Es ist offensichtlich, dass die Notenbanken bei weitem nicht mehr über die von ihnen behaupteten Goldvorräte verfügen, weil eine große Menge des Notenbank-Goldes - GATA schätzt etwa die Hälfte der behaupteten Goldvorräte – bereits verliehen, verkauft oder gegen Devisen geswapt wurden. Die ehernen Regeln der Buchführung werden also nicht nur von Verbrechern, sondern auch von demokratisch gewählten Volksvertretern und deren verbeamteten Gehilfen gebrochen.

Aber auch die Welt schreibt in Ihrer Onlineausgabe zur Goldpreismanipulation
Hoch interessant in diesem Zusammenhang ist die Kolumne der Welt Online vom 2. August 2008. Dort schreibt Herr Grandinger zur Rettungsaktion des Dollars von US-Finanzminister Poulsen zur Goldpreisdrückung folgendes: „Und wer diese Woche den Wochenausweis des Eurosystems gelesen hat, hat sich, gelinde gesagt, verwundert die Augen gerieben. Just in der Woche nach Paulsons Rettungsaktion verkaufte das Eurosystem (EZB plus alle Notenbanken der EU) Gold und Goldforderungen in Höhe von 578 Mio. Euro. - in einer Woche wohlgemerkt. Dies ist etwa das Vielfache der "normalen" Wochenverkäufe. Auch interessant zu sehen, dass deutsche Finanzpolitiker offensichtlich nicht die geringste Ahnung haben, was hier im Hintergrund gespielt wird, und wo diese Erträge hin fließen. Paulson hat wohl auch mit dem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet telefoniert. Anders kann man solche Verkäufe zur Wahrung des Scheins nicht interpretieren. Darüber hinaus widersprechen sie inhaltlich dem sogenannten "Washington Gold Agreement" (WGA II), denn die EZB hatte nach eigener Aussage die Goldverkäufe in diesem Fiskaljahr (September bis August) bereits abgeschlossen. Aber, "wo kein Kläger, da kein Richter".

Goldverbot im Kopf - wie Menschen vom Goldkauf abgehalten werden
Bezüglich eines Goldverbots sollte man nicht nur an Gesetze und Verordnungen denken. Es gibt auch ein so genanntes "Goldverbot im Kopf". Damit ist Medienpropaganda gegen Gold gemeint wie zum Beispiel "Gold ist eher eine antike Idee", "Gold wirft keine Zinsen ab", "Gold schwankt im Preis" oder wenn zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung im Januar 2008 einen Versuch beschreibt, in München mit Goldmünzen einzukaufen und erläutert, dass man damit keine Brötchen bekommt (Was ja auch logisch ist, wo doch der Gesetzgeber vorschreibt, was ein gesetzliches Zahlungsmittel ist und was nicht). Damit werden die Menschen verunsichert und sind irritiert. Zudem sind Preisschwankungen immer ein Auslöser, welche die Besitzer dazu bringen sich von ihrem Gold zu trennen. Sei es, dass sie bei einem hohen Preis den Gewinn mitnehmen wollen oder Angst vor einem weiteren Preisrückgang haben. Ich möchte an Ihren Sicherheitssinn appellieren und bitte Sie, Ihr Gold und Silber zu halten bzw. es weiter aufzustocken, Sie werden es nicht bereuen.

Daher ist davon auszugehen, dass der jetzige Goldpreis - egal ob er bei $ 600 oder bei $ 1.000 pro Unze liegt - ein echtes Schnäppchen ist, bei dem man nicht viel falsch machen kann. Beim Ausbruch einer richtigen Krise wird es wohl kein Gold mehr zu akzeptablen Preisen geben. Und diese Knappheit beginnt wahrscheinlich in dem Augenblick, wo die breite Masse Gold entdeckt.

Das heutige Geld, ob US$, Euro oder Yen, haben in der jetzt bestehenden Form keine Zukunft.

Wer einmal begriffen hat, wie das Geld aus dem Nichts entsteht und mit ihm die neuen Schulden - der wird die Zukunft mit anderen Augen sehen müssen.

Der Politikers Jacques Delors brachte es auf einen Punkt, indem er ironisch feststellte:
"Nicht alle Menschen glauben an Gott, aber alle an die Bundesbank".

Desinformationen, Halbwahrheiten und die Gleichgültigkeit der Bevölkerung waren die
Voraussetzung für die Schaffung eines hoheitlichen staatlichen Geldmonopols, dessen es eigentlich gar nicht bedurfte. Mit ihm konnte und kann man betrügen, manipulieren und verfälschen. Die Geschichte lehrt uns, dass solche Systeme keine langen Überlebenschancen besitzen. Leider interessiert die Geschichte niemanden, wie bei vielen anderen Themen auch, denn sonst könnte man aus der Geschichte lernen. Aber wie so oft: "Heute ist alles anders als früher"....

Gold gilt seit Jahrtausenden als Symbol und Inbegriff von Reichtum, Glück, Luxus Wertbeständigkeit und Unabhängigkeit.
Gold hat die Menschen niemals kalt gelassen, und ein guter Teil der Weltgeschichte lässt sich ohne die Faszination des Goldes nicht erklären.
Gold ist die einzige Form von Wohlstand, die ihren Wert und die Kaufkraft über einen Zeitraum von über 5.000 Jahren behalten und dabei Kriege, Intrigen, Verleumdungen, Deflationen, Inflationen, Depressionen, Diktaturen, Politik und andere Formen von sozialen, politischen und finanziellen Unruhen überstanden hat.

Am Ende einer Epoche stand immer BÜROKRATIE, VERSCHULDUNG, STAATSBANKROTT Am Anfang war immer GOLD die Grundlage eines neuen Finanzsystems. So war es immer und so wird es auch wieder sein!

Bei der kommenden Aktienbaisse und Währungskrise wird die Welt nicht untergehen!
Nur unsere Einstellung gegenüber Geld und Wohlstand wird sich ändern müssen.
Die Welt war immer im Wandel, alles war und ist in Bewegung, nur wer statisch denkt und alte Besitztümer bewahren will, der verliert. Wer flexibel reagiert, selber denkt und nicht immer den Massenmedien glaubt, wird so manche Krise im Leben besser meistern können.
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