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Goldproduzenten sind gezwungen Junior-Explorer und junge Produzenten zu übernehmen
Autor: Daniel Schaad - stockreport.de
Datum: 06.04.2012
Kategorie: Gold & Co
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Es werden immer weniger neue Entdeckungen gemacht. Die Produzenten sind gezwungen kleinere Explorer zu übernehmen um ihre Ressourcenbasis und damit die Produktion aufrecht zu erhalten.

Aktuell bestes Beispiel ist die Übernahme von Silvermex durch First Majestic. (Dies war übrigens die sechste Übernahme für Leser von stockreport.de seit dem Jahr 2007)

Fakt ist: Die meisten neuen Entdeckungen werden nicht von den großen Produzenten gemacht, sondern von den kleinen Rohstoffexplorern. Es sind also die heute noch kleinen Gesellschaften welche die Minen der Zukunft entdecken.

Seit einigen Jahren zeichnet sich ein klares Bild ab: Weltklasse-Goldvorkommen wie Fruta Del Norte von Aurelian (von Kinross übernommen) oder Malartic von Osisko werden immer seltener entdeckt. Die Qualität der Funde, - also beispielsweise die Goldgehalte - wird im Durchschnitt immer geringer, und ist in den letzten Jahren um rund 20% gesunken.




Die Grafik ist einer Präsentation des größten Goldproduzenten – Barrick Gold – entnommen. Es zeigt die wachsende Schwierigkeit der Minenindustrie neue Gold- und Gold/Kupfer-Vorkommen zu entdecken. Die aktuelle Minenproduktion liegt bei ca. 85 Mio. Unzen Gold jährlich. 1999 war das letzte Jahr, in dem man 85 Mio. Unzen Gold in neuen Vorkommen nachweisen konnte. Heute liegen die neuen Entdeckungen bei weniger als 50 Mio. Unzen Gold jährlich, Tendenz fallend. Als kleiner Anhaltspunkt: 85 Mio. Unzen Gold ist in etwa die Menge Gold die in der 30 jährigen Geschichte im Carlin Trend von Nevada produziert wurde. Die Industrie müsste also einen kompletten "Carlin Trend" pro Jahr entdecken um die Produktion und den Nachschub durch neue Entdeckungen in der Waage zu halten.

Obwohl vor allem die großen Minenkonzerne seit 2002 ihre Ausgaben für Exploration extrem erhöht haben, sind die Entdeckungen speziell seit dem Jahr 2006 rückläufig. Alleine seit 2006 haben sich die Ausgaben um neue Vorkommen zu entdecken von 2,5 Milliarden $ auf 5 Milliarden $ verdoppelt, seit dem Jahr 2002 sogar ver-5-facht!

Fakt ist also, dass mehr und mehr Geld immer weniger Gold findet.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die wenigen Vorkommen die ökonomisch sinnvoll erscheinen, extrem wertvoll sind. Die Lücke zwischen der Produktion und den Entdeckungen garantiert, dass die wenigen Junior-Explorer welche ein wirtschaftliches Goldvorkommen entdecken, bei den großen Goldproduzenten Begehrlichkeiten wecken und hohe Übernahmepreise erzielen können. Die Rolle der Juniors in der Angebotskette hat angesichts der schwindenden Reserven der großen Produzenten an Bedeutung gewonnen.

Goldminen sitzen auf so viel Cash wie noch nie

Die 40 größten Minengesellschaften der Erde sitzen momentan auf 105 Milliarden US$ Cash. Das ist neuer Rekord. So viel freie Mittel wie derzeit hatten die Goldminen bisher noch nie übrig um Akquisitionen zu tätigen.

Mangels neuer Entdeckungen sind die großen Goldproduzenten gezwungen junge Produzenten und Explorer zu übernehmen um ihre Produktion zumindest aufrecht erhalten zu können. Das Blatt wird und muss sich zwangsläufig in Zukunft also wieder zugunsten der Explorer- und Minenaktien wenden, denn ohne Rohstoffe läuft auf dieser Erde überhaupt nichts!

Die Weitergabe des Artikels (mit Quellenangabe) ist ausdrücklich erwünscht!

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