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Pleitestaat USA in den Massenmedien angelangt. Schulden bekämpfen mit noch mehr Schulden?
Autor: Daniel Schaad - stockreport.de
Datum: 18.07.2011
Kategorie: Sonstige
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Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Belgien, Italien… Schön, wie man von der eigentlichen Misere in den USA ablenkt. Doch so langsam kommt auch die USA bei den Massenmedien ins Gespräch wenn es um die Staatsschuldendebatte geht. Es bleiben nur noch zwei Wochen (03. August) um die Schuldenobergrenze anzuheben. Andernfalls wären die Vereinigten Staaten de facto zahlungsunfähig.

"Ich kann nicht garantieren, dass die Schecks am 03. August rausgehen. Es kann sein, dass einfach kein Geld mehr in der Kasse ist." US-Präsident Obama im CBS-Interview

Aber wer glaubt denn ernsthaft daran, dass man die USA einfach so pleite gehen lässt?

Die Schuldenobergrenze wurde übrigens vor 94 Jahren eingeführt. Seitdem wurde sie 93-mal erhöht. Warum sollte sie also nicht auch ein 94.-mal erhöht werden?

Natürlich wird auch dieses mal die Obergrenze für die Schulden angehoben. Natürlich werden die Geldschleusen wieder geöffnet. Das hat ja Notenbankchef Ben Bernanke auch schon angedeutet.

Was es bisher alles an Konjunkturprogrammen gab schlägt dem Fass eigentlich schon den Boden aus. Es gab das Bankenmüllprogramm Tarp in Höhe von 700 Mrd. Euro und ein Konjunkturprogramm von 800 Mrd. Euro. Hinzu kommen noch einige andere geheime Aktionen. Für hundert Milliarden wurden faule Papiere und Staatsanleihen gekauft. Gerade wurde die zweite Shoppingtour (Spitzname: QE2) in Höhe von 600 Mrd. Dollar beendet. Dann wäre da noch der EU-Rettungsschirm in Höhe von 750 Mrd. EUR. Viel zu klein, wenn man bedenkt dass man doch so viel Geld schaffen kann wie man möchte, oder?

Die Bilanz der US-Notenbank hat sich seit der "Krise von 700 Mrd. Dollar auf aktuell fast 3 Billionen Dollar aufgebläht. Und nun sollen noch weiter US-Staatsanleihen gekauft werden. (Spitzname: QE3)
Vor der "Krise" waren die Banken zu groß. Jetzt werden sie noch größer. Absurd. Die Banken die gegen die Wand gefahren sind wurden von anderen übernommen. Merrill Lynch von der Bank of America, Bear Stearns von JP Morgan, Lehman von Nomura. Vergrößerung auch in Deutschland: Die Commerzbank schluckte die Dresdner, die Deutsche Bank die Postbank

Es ist also zu viel Geld im Umlauf. Verdammt viel. Die Staaten sind zu hoch verschuldet. Und was machen wir: Lasst uns doch noch mehr Geld auf Knopfdruck erschaffen und hebt die Schuldenobergrenzen noch weiter an um den Schuldenberg weiter aufzutürmen. Lasst uns Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen. Merken Sie was?

Alles in allem wird das Umfeld für die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium immer besser. Seit vergangener Woche scheinen auch die gut aufgestellten Rohstoffaktien zum Großteil wieder mit zu spielen und haben einen ganz kleinen Bruchteil der Unterbewertung aufgeholt. Allerdings wirklich nur einen ganz kleinen. Die starke Saison für Explorer und Minenwerte beginnt saisonal gesehen erst wieder im August.
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